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Steuerliche Vorteile

Nicht für die Förderungen des Bundes machen Elektrofahrzeuge interessant, es sind auch viele steuerliche Vorteile, von denen Dienstgeber und Dienstnehmer gleichermaßen profitieren können.

Entfall der NoVA

Die Berechnung der NoVA erfolgt in der Regel nach folgendem Schlüssel: (CO2 g/km - 90)/5 = Steuersatz in Prozent

Keine NoVA ist für Fahrzeuge mit weniger als 90g CO2 zu bezahlen. Damit entfällt die NoVA für reine Elektro-Fahrzeuge. Dies trifft auch für fast alle Plug-In Hybride zu. Grund ist die Berechnung der CO2-Werte: Der bekannte Normzyklus NEFZ wird für diese Modelle zwei Mal durchfahren - einmal mit vollgeladener Batterie und einmal mit leerer. Bei beiden Fahrkonditionen werden jeweils die ausgestoßenen CO2-Mengen gemessen. Deren Summe wird geteilt durch die Summe aus elektrischer Reichweite und einer angenommenen Strecke von 25 Kilometern bis zu nächsten Zapfsäule.

KFZ-Steuer & Motorbezogene Versicherungssteuer

Reine Elektroautos (BEV, FCEV) sind von der KFZ-Steuer und der motorbezogenen Versicherungssteuer ausgenommen. Aber auch Plug-In Hybride und Modelle mit Range Extender profitieren von Sonderbestimmmungen, da die Steuer ausschließlich von der Leistung des Verbrennungsmotors abhängt, denn der elektrische Antriebsstrang wird nicht besteuert.

Es gelten folgende Bemessungsgrundlagen:

  • Die ersten 24 kW Leistung des Verbrennungsmotors fallen noch nicht unter die Bemessungsgrundlage der KFZ-Steuer.
  • Für die nächsten 66 kW Leistung sind gemäß der Bemessungsgrundlage je Kilowatt € 0,62 zu entrichten.
  • Für die weiteren 20 kW der Bemessungsgrundlage werden je Kilowatt € 0,66 fällig.
  • Für die darüber hinausgehenden kW der Bemessungsgrundlage sind je Kilowatt € 0,75 abzugelten.

Vorsteuerabzug

Seit 1.1.2016 sind für Betriebe grundsätzlich alle reinen Elektrofahrzeuge (CO2-Emissionswert = Null) vorsteuerabzugsfähig. Die Vorsteuerabzugsberechtigung gilt für alle Anschaffungskosten inkl. Ust., abzüglich Rabatte und öffentlicher Förderungen.
Die Vorsteuerabzugsberechtigung umfasst neben den Anschaffungskosten auch die laufenden Betriebskosten des Fahrzeuges, sie gilt gleichermaßen auch für leasingfinanzierte Elektromodelle.
Beim Vorsteuerabzug ist jedoch die sogenannte Angemessenheitsgrenze zu beachten: So ist der Vorsteuerabzug nur für Anschaffungskosten bis maximal € 40.000,- möglich. Kostet ein Elektroauto beispielweise € 60.000,-, dürfen davon nur Anschaffungskosten von € 40.000,- vorsteuerfrei angesetzt werden. Bei Fahrzeugen mit Anschaffungskosten über € 80.000,- entfällt die Möglichkeit zum Vorsteuerabzug zur Gänze.

Zu beachten ist, dass Kleinstunternehmen oder steuerbefreite Unternehmen keine Möglichkeit zur Vorsteuerabzugsberechtigung haben.

Entfall des Sachbezugs

Stellt ein Unternehmen einem Mitarbeiter ein Fahrzeug zur Verfügung, das er neben dienstlichen Zwecken auch privat nutzen kann, so wird dies vom Finanzamt als geldwerter Vorteil eingestuft und ist grundsätzlich sachbezugspflichtig (und somit auch sozialversicherungs- und lohnsteuerpflichtig). Seit 1.1.2016 ist dafür ein Sachbezug in der Höhe von zwei Prozent (max. € 960,- pro Monat) anzusetzen.
Liegt der CO2-Wert eines 2018 neu zugelassenen KFZ bei höchstens 124 g/km, so beträgt der Sachbezug jedoch weiterhin 1,5% der tatsächlichen Anschaffungskosten (max. € 720,- pro Monat). Dieser Grenzwert wird jährlich um 3 g/km abgesenkt.
Für die Bemessung des Sachbezuges (auch der folgenden Jahre) ist der Emissionswert im Jahr der Anschaffung relevant. Diese Regelungen gelten auch für Hybridfahrzeuge oder Fahrzeuge mit Range-Extender.
Bei reinen Elektrofahrzeugen (BEV) und Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) mit einem CO2-Ausstoß von null Gramm entfällt dieser Sachbezug (vorerst befristet bis 2020) zur Gänze. Dies gilt jedoch nicht für Hybridfahrzeuge.

Sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber ergibt sich durch den Entfall des Sachbezugs bei Elektrofahrzeugen Einsparungspotential. Das resultiert für den Dienstgeber in niedrigeren Lohnnebenkosten und Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung; für den Dienstnehmer bedeutet dies eine niedrigere Lohnsteuer.

Wartungskosten und Restwerte

Elektroautos sind zwar in der Anschaffung derzeit noch teurer als Modelle mit konventionellen Antrieben, dafür sind die Wartungskosten in der Regel etwas günstiger.
Grund dafür ist die geringe Anzahl der Verschleißteile bei E-Modellen. Es werden weder Zündkerzen noch Öl gewechselt, Auspuffanlagen oder Kupplungen fehlen ebenfalls konstruktionsbedingt.
Auch der Bremsverschleiß ist bei E-Fahrzeugen geringer als bei Modellen mit Verbrennungsmotor. Grund ist die Rekuperation der Fahrzeuge mit denen gebremst und so auch Strom rückgewonnen werden kann. Durch die mangelnde Nutzung der Bremsen sind jedoch korrosionsbedingte Kosten möglich.
Hingegen sind die Reifenkosten mindestens gleich hoch wie für Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben, da die schmäleren Reifen ein höheres Drehmoment aushalten müssen. Zudem sind die Reifen zumeist noch Sonderentwicklungen (mit geringem Laufwiderstand) in noch eher seltenen Reifendimensionen.
Stellt man Elektrofahrzeuge vergleichbaren Verbrenner gegenüber, so weisen Elektrofahrzeuge aufgrund des höheren Listenpreises oftmals ein höheres Restwertrisiko auf. Aus diesem Grund, sind Elektrofahrzeuge gut für Operating-Leasing geeignet, da hier das Restwertrisiko auf die Leasinggesellschaft übergeht.